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Samstag- Zlata Filipović

Wow, was für ein Scheiß- Gefühl als ich heute aufgewacht bin. Mein Kopf hat sich angefühlt, als würd er explodieren- in Wirklichkeit war's 'nur' der blöde Druck in meinen Ohren, der mir im wahrsten Sinne des Wortes "zu Kopf gestiegen" ist.

Gestern Abend hab ich übrigens noch ganz galant den Wagen von Mama gecrasht. Na gut, das hört sich jetzt größer an als es war. Ich hab das Auto in die Garage fahren wollen, und so darauf geachtet, dass ich hinten nirgendwo anfahre, und die Spiegeln an den Seiten nicht abfahre, dass ich überhaupt nicht an die Front gedacht habe. Und dann -krrrrchzzzzz- boah, war das ein furchtbares nervtötendes Geräusch. Als wenn man auf einer Schiefertafel kratzen würde. Super, mein erster Crash. War gar nicht so schlimm wie ich gedacht habe. Am rechten Vorderrad ist halt der Lack ein bisschen eingekratzt und eine kleine Delle ist drinnen. Nichts, was man nicht überleben könnte. Ich hab dann auch gleich Papa geholt, der war ein bisschen sauer, er hat sich den Schaden noch gar nicht angesehen, sondern ist gleich wieder ins Haus zurückgerauscht- ohne einen winzigen Blick darauf zu werfen. Mama war auf einem Ball, Papa hat's ihr natürlich gleich erzählt. Am nächsten Tag hat Mama gemeint, als ich sie darauf angesprochen habe, dass es jedem passieren könnte. Glücklich hat sie sich nicht angehört, ich würde sagen, sie war auch sauer. Tja, ich hab's ihnen ja gesagt, dass ich mich noch schwer tu, das Auto in die Garage reinzubringen, aber sie waren ja zu faul es selbst zu machen. Da hab ich heute irgendwie so gar kein Mitleid. Cruel me. Aber besser die Garagenwand, als ein anderes Auto.

Ich lese gerade "Zlata's Diary' von Zlata Filipović- das Buch gefällt mir wirklich gut. Es ist immer so schwer für mich, mir etwas unter Krieg vorzustellen, weil ich ihn (Ich danke Gott dafür) bis jetzt noch nicht erlebt habe (und ich hoffentlich dieses Grauen auch in Zukunft nicht sehen, hören und fühlen muss). Es ist wirklich beeindruckend, wie das 12- jährige Mädchen über das Leben im Krieg berichtet. Sie sagt immer wieder, dass sie nicht weiß, wie das alles zustande gekommen ist, und sie vesteht nicht, warum sie es verdient haben, in solch eine Situation zu kommen. Man sieht es aus der Sicht eines Kindes, dessen Welt zusammenbricht. Als Kind sieht man die wahren Werte des Lebens, nicht die der Politik. Alles was Zlata will, ist der Frieden. Sie sieht Menschen, die verletzt werden, Menschen die sterben- Kinder... ihre Freunde.

Man sollte dieses Tagebuch einmal den Menschen lesen lassen, die glauben, dass sie die Freiheit hätten, über Leben und Tod zu entscheiden. Die, die glauben, dass sie so super- wichtig sind, und denken, dass ihr Leben mehr wert sei, als dan von einigen Millionen anderen Menschen. In Wirklichkeit sind diese rücksichtslosen Ignoranten es, die das Leben anderer Menschen zur Hölle machen können. Es reichen einige wenige Worte, um furchtbaren Schaden anzurichten. Es reichen einige wenige Worte, um einem anderen Land den Krieg auszusprechen. Es reichen nur ganz wenige Worte, um Soldaten, Panzer und Bomber in ein Gebiet zu schicken, und sie auslöschen zu lassen. Erst Häuser, Landschaften, dann Menschen- Unschuldige.

Es reichen einige wenige Worte, die nicht durchdacht sind, nicht überdacht sein KÖNNEN, um Leben auszulöschen, Träume zu zerstören.

Verdammt, wann fangen die Menschen an zu denken? 

 

26.1.08 20:28
 


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